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26.03.2010 17:02 Alter: 2 yrs

Athletes´ Performance - Erfahrungsbericht

Von: Robin Müller-Schober

Im April 2009 besuchte Robin das Leistungszentrum "Athletes´ Performance" von Marc Verstegen in Phoenix Arizona und lies sich für 3 Wochen ausbilden.

Athletes´ Performance – Ein Erfahrungsbericht über das Mentorship Program Phase 1 – 3

Von Robin Müller-Schober

 

Am 20. März 2009 machte ich mich auf den weiten Weg nach Phoenix in Arizona um ein in 3 Phasen – 3 Wochen - aufgeteiltes „Mentorship Program“, in dem einzigartigen Trainingszentrum „Athletes´ Performance“, dessen Gründer Mark Verstegen ist (bekannt durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußballnationalteam), zu beginnen. (www.athletesperformance.com)

Athletes´ Performance ist ein Trainingszentrum der Spitzenklasse. Dorthin kommen viele Topathleten aus den Liegen der USA (NBA, NFL, Golf, Tennis, etc.) und der ganzen Welt, um sich für die neue Saison vorbereiten zu lassen.
Die Ausstattung dieser Anlage ist auf Weltklasseniveau und auch für die USA ein wohl einzigartiger Ort. Es fehlt an nichts und es würde zu lange dauern alle Anwendungen und Trainingsmöglichkeiten aufzuzählen, die die Athleten dort nutzen können.

Athletes´ Performance schickt seine Coaches in alle Welt um Teams aus fast allen Sportarten zu trainieren, bietet unter anderem aber auch Fortbildungen an, zu dem das Mentorship Program dazugehört.
Diese Ausbildung ist in 3 Phasen zu je einer Woche aufgeteilt. Man tut sich jedoch einen sehr großen Lernstress an, wenn man alle 3 Phasen hintereinander belegt. Die Informationsflut ist riesig! Des Weiteren kann ich auch nur empfehlen dieses Programm zu belegen, wenn man schon sehr gute Englischkenntnisse besitzt. Die Unterrichtseinheiten sind ausnahmslos in sportspezifischer, englischer Sprache! Auch sollte man schon mit einer umfangreichen Vorbildung am Programm teilnehmen.

Es ging von Montag bis Freitag jeweils von 08:00 – 17:00/18:00 Uhr.

Die Verpflegung ist die gleiche wie für die Topathleten. Man kann seine auf sich ausgearbeitete Mahlzeit in der hauseigenen Küche zubereiten lassen. Hierbei werden bei jeder Portion die für den Athleten berechneten Einheiten, z.B. für Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe berücksichtigt. Ich habe in den USA noch nie besser gegessen. Ein weiteres Kompliment an die super Küche. Auch wurden durchgängig immer Mineralgetränke und „Post-Workout“-Eiweißshakes angeboten.

Jede Phase baut aufeinander auf. Phase 3 bringt alles zu einem System zusammen. Wohl den größten Unterschied zu allen anderen Fortbildungen die ich je besucht habe ist, dass die Theorie sofort in die Praxis umgesetzt wird. Und das Training an so einem Ort ist natürlich etwas Einzigartiges.
Hier ein nur wirklich kleiner Auszug der Themen:

Pillar Strength, Movement Preparation, Energy System Development, Functional Movement Screen, Acceleration, Multidirectional Speed, Power Development, Plyometrics, Nutrition, Movement Dysfunctions, Athletes´ Management System, usw.

Unterrichtet wird von den Besten der Besten. Selbst Mark Verstegen hat eine Vorlesung und mehrere Diskussionsrunden mit uns gehalten.

Nick Winkelman – Performance Education Manager (ein menschliches „Sportliteraturnachschlagewerk“) ist Hauptausbilder des Programms. Er kann alles unterrichten, wird aber von seinen Kollegen Denis Logan – Performance Specialist – und Daniell LaFata – Nutrisionist – unterstützt.

Dazu kamen noch viele weitere Fach-Ausbildungskräfte für die Bereiche Physiotherapie, Energy System Development (Paul Robbins), Regeneration und Movement Dysfunctions dazu.

Absolut überzeugend ist die Einstellung aller Mitarbeiter. Jeder hilft jedem! Selbst alle Teilnehmer des Mentorship Programs wurden sofort in die Athletes´ Performance – Familie aufgenommen. Du siehst wie ein Trainer mit einem Athleten trainiert und würdest gerne Info dazu bekommen, … gar kein Problem, jeder ist offen und bereit seine Trainingsmethoden und –Absichten weiterzugeben. Das ist eine unglaubliche Plattform um Trainingswissen auszutauschen. (Sowas kenne ich aus Deutschland nicht. Ich denke da haben wir Deutschen noch viel dazu zu lernen.)
Physiotherapie, Regenerationsspezialisten, Ernährungsberater und Trainer arbeiten alle Hand in Hand. Leider kenne ich noch viel zu viele Missverständnisse zwischen Physiotherapeuten und Trainern hier in Deutschland.
Mark Verstegen hat es geschafft ein System aufzubauen, in dem jeder von den Methoden und Techniken seiner Kollegen überzeugt ist und somit alle an einem Strang ziehen können.

Die Teilnehmer des Programms sind immer sehr interessant. Selbst Oliver Bierhoff ist das Programm schon durchlaufen.

Ich habe viele Trainer aus Erstligavereinen deutscher und amerikanischer Fußball-, Handball-, Basketball-, Hockey- und Footballteams kennengelernt. Trainer aus vielen unterschiedlichen Sportarten und Ländern. Sogar das Olympische Komitee war mit einem Teilnehmer vertreten.

Man durchläuft sämtliche Tests (die im Rahmen des Programms in ihre Einzelteile auseinandergenommen und erklärt werden), die Topathleten durchgehen müssen um eine perfekte Trainingsplanung zu gewährleisten. VO2max. Test für das Herz-Kreislauftraining, Powertestings der Muskelarbeit, Körperzusammensetzung, usw.
Es wurde nichts ausgelassen, dass nicht Aufschluss für die Ausarbeitung des Trainingsplans geben könnte.

Durch das Programm wird den Teilnehmern ein System der Weltklasse zu Füßen gelegt, mit dem jeder Absolvent frei arbeiten und für seine Bedürfnisse anpassen darf. Das gehört zur Firmenphilosophie, die jede erfolgreiche Firma besitzen sollte. Der zukünftige Austausch miteinander wird dieses System immer weiterentwickeln. Die Sportwissenschaft ist noch jung und bedarf vieler solcher Orte, wo man die Sportwissenschaft in die Trainingspraxis umsetzt und in anwendbaren Systemen an Trainer weitergibt.

Vielen Dank Athletes´ Performance für diese einzigartige Ausbildung, Erfahrung und Zeit in Arizona.


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